Sub-10-Mikrometer-Pharma-Imprint Co-Engineering Case | Matti Zum Inhalt springen
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Co-Engineering Story

Sub-10-Mikrometer-Imprint für Pharma-Karton-Linien

Ein führender europäischer Pharma-Verpacker brauchte serialisierte Karton-Markierung bei Liniengeschwindigkeiten, die niemand am Markt liefern konnte. Wir haben einen Substrattransport mit Sub-10-Mikrometer-Präzision bei 150 m/min co-engineered — und ihn termingerecht ausgeliefert.

Sub-10-Mikrometer-Imprint für Pharma-Karton-Linien

Kunde

Vertraulich — Top-3 europäischer Pharma-Verpacker

Branche

Pharma & Healthcare Packaging

Projekt

2025

CHALLENGE

Die Herausforderung

Die Pharma-Serialisierungsvorschriften (EU FMD, US DSCSA) verlangen einen eindeutigen 2D-Code auf jedem Karton. Die bestehenden Inkjet-Druckstationen auf den Flexo-Linien des Kunden hielten die Registriergenauigkeit bei Produktionsgeschwindigkeit nicht — Print-Jitter drückte die Code-Lesbarkeit unter die 95-%-Scan-Schwelle, die seine Pharma-Kunden verlangten.

Das Lastenheft war kompromisslos: Sub-10-Mikrometer-Druckregistrierung sowohl in Längs- als auch in Querrichtung, bei 150 m/min Liniengeschwindigkeit, auf aluminium-laminierten Karton-Substraten. Vom OEM gab es keine Nachrüstoption. Die Beschaffungsabteilung hatte drei Anbieter, die das Lastenheft als "im Zeitrahmen nicht baubar" abgelehnt haben.

APPROACH

Unser Ansatz

Wir starten jedes Co-Engineering-Projekt bei Matti gleich — mit einer Messkampagne, nicht mit einem CAD-Modell. Zwei Ingenieure haben eine Woche auf dem Shop Floor des Kunden verbracht und eine bestehende Linie mit unseren Hochgeschwindigkeits-Registrierkameras instrumentiert. Die Daten zeigten: das wahre Problem war nicht der Druckkopf, sondern eine 12-Mikrometer-Schwingung im Substrattransport, verursacht durch Hunting in der Zugkraftregelung am Abwickler.

Daraufhin: ein Präzisions-Bahntransport mit Closed-Loop-Zugkraftregelung, die mit 4 kHz abtastet, ein massgeschneidertes Encoder-Paket auf der Druckzone und ein Echtzeit-Servoantrieb, der die Substratdehnung aus den Wägezellen weiter oben antizipiert. Die Druckstation selbst bleibt Standard — Mattis Beitrag sitzt vor und nach den Druckköpfen. Wir haben alles in die bestehende SPS-Architektur des Kunden integriert.

RESULT

Das Ergebnis

Elf Monate von Kickoff bis ausgelieferter Anlage. Die erste Produktionscharge erreichte eine Code-Lesbarkeitsrate von 99,2 %, deutlich über der 95-%-Schwelle. Liniengeschwindigkeit: 150 m/min im Dauerbetrieb, Spitzen bei 165. Substrat-Registrierung: 7 Mikrometer im 95. Perzentil längs, 6 Mikrometer quer — komfortabel innerhalb der 10-Mikrometer-Toleranz.

Der Kunde hat innerhalb von zwölf Monaten drei weitere Einheiten bestellt. Die Plattform wird heute als Matti-Standardoption für Pharma-Serialisierungslinien angeboten — jedes Projekt, das wir in diesem Segment landen, baut auf derselben Präzisionstransport-Architektur auf, die wir für diesen ersten Kunden entwickelt haben.

„Drei Anbieter sagten, es lasse sich nicht bauen. Matti ist mit Kameras statt mit einer Broschüre angereist, hat das wahre Problem in 48 Stunden gefunden und in weniger als einem Jahr eine funktionierende Maschine ausgeliefert. Das ist Co-Engineering."

Leiter Produktions-Engineering · Europäischer Pharma-Verpacker (NDA)

Eingesetzte Technologien

Präzisions-Bahntransport (4-kHz-Closed-Loop-Zugkraftregelung) Massgeschneidertes Encoder-Paket, Sub-10-Mikrometer-Auflösung Echtzeit-Servoantrieb mit Substratdehnungs-Antizipation Hochgeschwindigkeits-Registrierkameras für Inbetriebnahme Integration in kundenseitige Siemens-S7-SPS

Die Shop-Floor-Instrumentierungsphase erwies sich als die wichtigste Einzelinvestition des Projekts. Ohne sie hätten wir eine schnellere Druckstation gebaut, die das Registrierziel trotzdem verfehlt hätte — denn das wahre Problem sass weiter oben in der Zugkraftregelung des Abwicklers, nicht in der Druckzone.

Deshalb startet jedes Matti-Co-Engineering-Projekt gleich: erst messen, dann designen. Kunden mucken gelegentlich auf ("wir wissen schon, was nicht stimmt"), aber die Daten haben uns — und sie — oft genug überrascht, dass wir an der Linie festhalten.

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