Co-Engineering Story
Sub-10-Mikrometer-Imprint für Pharma-Karton-Linien
Ein führender europäischer Pharma-Verpacker brauchte serialisierte Karton-Markierung bei Liniengeschwindigkeiten, die niemand am Markt liefern konnte. Wir haben einen Substrattransport mit Sub-10-Mikrometer-Präzision bei 150 m/min co-engineered — und ihn termingerecht ausgeliefert.
Kunde
Vertraulich — Top-3 europäischer Pharma-Verpacker
Branche
Pharma & Healthcare Packaging
Projekt
2025
CHALLENGE
Die Herausforderung
Das Lastenheft war kompromisslos: Sub-10-Mikrometer-Druckregistrierung sowohl in Längs- als auch in Querrichtung, bei 150 m/min Liniengeschwindigkeit, auf aluminium-laminierten Karton-Substraten. Vom OEM gab es keine Nachrüstoption. Die Beschaffungsabteilung hatte drei Anbieter, die das Lastenheft als "im Zeitrahmen nicht baubar" abgelehnt haben.
APPROACH
Unser Ansatz
Daraufhin: ein Präzisions-Bahntransport mit Closed-Loop-Zugkraftregelung, die mit 4 kHz abtastet, ein massgeschneidertes Encoder-Paket auf der Druckzone und ein Echtzeit-Servoantrieb, der die Substratdehnung aus den Wägezellen weiter oben antizipiert. Die Druckstation selbst bleibt Standard — Mattis Beitrag sitzt vor und nach den Druckköpfen. Wir haben alles in die bestehende SPS-Architektur des Kunden integriert.
RESULT
Das Ergebnis
Der Kunde hat innerhalb von zwölf Monaten drei weitere Einheiten bestellt. Die Plattform wird heute als Matti-Standardoption für Pharma-Serialisierungslinien angeboten — jedes Projekt, das wir in diesem Segment landen, baut auf derselben Präzisionstransport-Architektur auf, die wir für diesen ersten Kunden entwickelt haben.
„Drei Anbieter sagten, es lasse sich nicht bauen. Matti ist mit Kameras statt mit einer Broschüre angereist, hat das wahre Problem in 48 Stunden gefunden und in weniger als einem Jahr eine funktionierende Maschine ausgeliefert. Das ist Co-Engineering."
Leiter Produktions-Engineering · Europäischer Pharma-Verpacker (NDA)
Eingesetzte Technologien
Die Shop-Floor-Instrumentierungsphase erwies sich als die wichtigste Einzelinvestition des Projekts. Ohne sie hätten wir eine schnellere Druckstation gebaut, die das Registrierziel trotzdem verfehlt hätte — denn das wahre Problem sass weiter oben in der Zugkraftregelung des Abwicklers, nicht in der Druckzone.
Deshalb startet jedes Matti-Co-Engineering-Projekt gleich: erst messen, dann designen. Kunden mucken gelegentlich auf ("wir wissen schon, was nicht stimmt"), aber die Daten haben uns — und sie — oft genug überrascht, dass wir an der Linie festhalten.